Februar 2018

Die Überlegung führt allgemein in eine andere Richtung, als die Raumtemperaturen abzusenken:
Aufgrund der heutigen Bauweise (Neubau und Sanierung), sind die Gebäude wieder sehr träge, was das Temperaturverhalten betrifft. (wie sehr alte Bauten mit 75-100cm Mauern)
Das bedeutet, dass in einer Absenkphase der Heizungsregelung (egal ob von einem externen Regler, oder der Kesselregelung) die Raumtemperatur fast konstant bleibt, und nur um 1-2K (Kelvin) abfällt.

In dieser Größenordnung ändert sich auch die Bauteil- und damit auch die Oberflächentemperatur.
Um ein Schwanken der Bauteiltemperatur zu vermeiden, ist es vernünftiger, konstant durchzuheizen, egal ob das Abgabesystem ein schnell reagierendes Radiatorensystem, oder ein träges Fußbodenheizungssystem ist.
Die Oberflächentemperaturen so konstant wie möglich halten, dafür mit dem Raumtemperatursollwert um 2-3K herunter, da durch die Absenkung in der Heizphase meist um die 24°C am Temperaturregler eingestellt werden. Mit 21°C Raumsollwert über 24 Stunden ist eine angenehmere Behaglichkeit erreichbar, als mit 24°C und kalten (schwankenden) Oberflächentemperaturen.
Absenkung des Sollwertes um 1K entspricht einer Einsparung von ca. 6%.
(24°C Tagessoll am Heizphasenende erreicht, Absenkung um effektiv 2K entspricht etwa einer Durchschnittstemperatur von 22-23°C => daher führt eine Umstellung von 21°C über 24 Stunden zu einer Reduktion von 1-2K => 6-12%)