Januar 2018:

Raumtemperatur in unbenützten Räumen absenken, nicht ausschalten (es wird meist auf Frostschutztemperatur geregelt):
werden bestimmte Räume in einem Haus nicht (mehr) benützt, ist es aus zwei Gründen sinnvoll, diese Räume auf reduzierter Raumtemperatur weiter zu heizen (um maximal 4K (4Kelvin entspricht 4°C) zur Normaltemperatur absenken), auch wenn der Spargedanke zum Abdrehen rädt:
1. aus bauphysikalischer Sicht: unbeheizte Räume haben relativ kalte Bauteiloberflächen an Innenseiten von Bauteilen zur Außenluft. Daher besteht eine große Gefahr von Kondensat- und in der Folge von Schimmelbildung, besonders wenn über offen gelassene Türen "mitgeheizt" wird.
2. aus heizungstechnischer Sicht: sämtliche Heizflächen in einem Raum (Flächen wie Fussboden- oder Wandheizung, oder Radiatoren) sind auf die Heizlast eines Raumes auszulegen (nach ÖNORM H7500 unter 5.2.3 Formblatt R-Formblatt zur raumweisen Berechnung der Norm-Heizlast). Diese dimensionierte Abgabefläche kann keine weiteren Räume (indirekt) mit erwärmen. Dies funktioniert nur mit höheren Mediumstemperaturen, und/oder höheren Volumenströmen (bedeutet gleichzeitig Ineffizienz des Wärmeerzeugers (hohe Temperatur) und eventl. Fliessgeräusche (falscher Volumenstrom), etc.). Gleichzeitig kann es zu Über- und Unterversorgungen einzelner Räume kommen.